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Montag, 2. April 2012

IT-Sicherheit: Jede zweite Firma hat keinen Notfallplan



40 Prozent haben bereits konkrete Angriffe auf die IT oder vergleichbare Sicherheitsvorfälle erlebt, jedes zehnte Unternehmen sogar 10 Mal und häufiger.
Doch fast jedes zweite Unternehmen (45 Prozent) hat nicht einmal einen Notfallplan für IT-Sicherheitsvorfälle !!!
Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 800 Unternehmen im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM.

„Es ist erschreckend, wie viele Unternehmen sich auf IT-Angriffe und Notfälle nur unzureichend vorbereitet haben", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf auf der CeBIT in Hannover. Ein Notfallplan sei oberste Pflicht, um die Folgen eines IT-Sicherheitsvorfalls minimieren zu können. Er listet beispielsweise die wichtigsten Geschäftsprozesse des Unternehmens auf und beschreibt, was im Schadensfall zu tun und wer zu informieren ist.

Die Befragung ist repräsentativ (sicher nicht nur) für die d
eutsche Wirtschaft.
Immerhin würde nur jedes vierte Unternehmen die Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft vermeiden, wenn es von einem Hackerangriff oder einem IT-Sicherheitsleck betroffen wäre. Bei knapp drei Viertel ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Behörden dagegen nach eigenen Angaben hoch oder sehr hoch. Doch nach Erfahrungen des BITKOM scheuen noch immer zu viele betroffene Unternehmen den Gang zur Polizei oder zu einer anderen Institution. Sie haben Angst vor dem Verlust von Image und Reputation, sollte bekannt werden, dass sie Opfer eines IT-Angriffs geworden sind.


Lange Zeit galt IT-Sicherheit vor allem als Herausforderung für einzelne Unternehmen.
Wer Opfer von Cyber-Kriminalität wurde, erlitt einen Schaden; die Auswirkungen waren für den Betroffenen mitunter dramatisch, aber sie waren in aller Regel begrenzt auf eine einzelne Organisation.
Die Dimensionen haben sich jedoch durch die Digitalisierung zentraler Bereiche der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens verändert.

„IT-Sicherheit hat heute eine makroökonomische, systemische Bedeutung gewonnen, sie ist zum Standortfaktor geworden", sagte Kempf. Sie wird künftig bei Investitionsentscheidungen die gleiche Bedeutung haben wie innere und äußere Sicherheit, wie ordnungspolitische oder rechtliche Planungssicherheit.

Quelle & weitere Infos:

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